In der Mitte des Jahres 1979 hatte der Kaufmann und erfahrener Laienspieler Herbert Poelmeyer die Idee auf Transvaal eine Heimatbühne zu gründen. 
Es dauerte auch nicht lange, bis er zirka fünfzehn gleichgesinnte Personen um sich versammelt hatte. Darunter konnte er mit Franz und Pauline Hertlein auch zwei „alte Theaterhasen“ neu aktivieren. Mit dem Dreiakter „Peper un Solt“ von Karl Bunje war auch gleich das erste Bühnenstück ausgesucht. Nach der Rollenbesetzung durch Spölbaas Franz Hertlein wurden in den Geschäftsräumen von Poelmeyers Farben- und Tapetencenter auf Transvaal die ersten Proben durchgeführt.

Am 27.September 1979 wurde an gleicher Stätte unter Anwesenheit von elf Personen die Spöldeel Transvaal gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Herbert Poelmeyer.

Nach langen Übungswochen hob sich in der Aula der Dollartschule in Emden am 4. Dezember 1979 erstmalig der Vorhang zum Premierenstück „Peper un Solt“ von Karl Bunje. Über tausend
begeisterte Zuschauer besuchten die vier Vorstellungen. Auch die Presseresonanz war beachtlich.

Nach diesem guten Start, ging es mit der Spöldeel nun stetig bergauf. Nach dem Umbau der Pumpstation Transvaal im Jahre 1981 bekam die Theatergruppe nach Zuweisung einer Räumlichkeit in diesem Haus auch eine Heimat, die für Leseproben und Versammlungen bis dato genutzt wird.

Im Herbst 1980 hatte die Spöldeel bereits 34 Mitglieder. Zwischenzeitlich wechselte Ende 1979 bei der Bühne der Vorsitz. Für Herbert Poelmeyer übernahm nun Meinhard Jakobs bis 1987 das Ruder. Von 1987 bis 1994 war dann Wilhelm David der 1. Vorsitzende der Bühne. Zu seinem Nachfolger wurde dann Heinrich Hübner von der Versammlung gewählt.

In den nunmehr vergangenen über 30 Jahren hat die Spöldeel Transvaal über 70 Stücke mit Erfolg aufgeführt.
In den vergangenen Jahren ist unser Verein stetig gewachsen. Derzeit hat unser Klottje 46 Mitglieder von denen zirka 20 als Spieler aktiv sind. Sehr erfreulich ist dabei der Anteil von jungen Spielern im Alter von 16 bis 22.
Auch für die Spöldeel Transvaal hat die Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert um dadurch unsere plattdeutsche Muttersprache zu erhalten und zu pflegen.

In diesem Sinne möchten die Spöldeeler aus Transvaal in den kommenden Jahren weiter mit Ihren Aufführungen für Freude und Heiterkeit in unserer Region sorgen.

 

#Gerd